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Haircutting Story: Diät (Deutsch)

Vielen Dank, Stefan, fuer deine Geschichte!


Diät
Autor, Stefan von Deutschland

 
Nachdenklich hält sie ein altes Foto von sich in der Hand, wobei sie sich im Spiegel betrachtet.
Sie hat ihr Ziel erreicht. Innerhalb eines Jahres hat sie mehr als ein Drittel ihres Körpergewichts verloren.
Bei einer Körpergröße von nur 1,60m wog sie damals noch 80 Kilo.
Durch eiserne Disziplin, eine Mischung aus Bewegung und einer Ernährungsumstellung, hungerte sie sich auf 50kg herunter.
Ob das gesund ist?
"Jetzt ist es jedenfalls genug!" denkt sie und nimmt sich vor, keine Kilos mehr zu verlieren, denn sonst geht ihre Diät über in eine Magersucht.
Auf die Ernährung muss sie zwar immer noch achten, hungern jedoch nicht mehr.
 
Mit ihrem Idealgewicht sieht sie wirklich gut aus. Vor einem Jahr noch war sie durch ihr Übergewicht ein beliebtes Mobbing Opfer. Doch nun schauen ihr die Männer hinterher.
Sie hat ein natürlich schönes Gesicht, was vorher durch das Übergewicht nicht so aufgefallen war. Aufgedunsene Wangen und ein Doppelkinn verhinderten das.
Nun aber sind ihre hohen Wangenknochen gut sichtbar, ebenso wie ein weiches, rundes Kinn, eine kurze Stuppsnase und einen volllippigen sinnlichen Mund.
Und ihr Körper?
Schlank, mit etwas Oberweite, einer zierlich anmutenden Gestalt, mit engen hellen Jeans, einem dunklen, kurzärmeligen figurbetonenden Oberteil mit V Ausschnitt, macht sie zu einem Männertraum.
Sie hat bisher kein Make up benutzt.
Das will sie jetzt ändern, denn es ist nun an der Zeit, sich weiter zu entwickeln.
Da steht sie nun, vor dem Spiegel, das weiße, glänzende Waschbecken unter sich und ihr Herz pocht vor Aufregung.
 
Sie beginnt, etwas bordeauxfarbenen Lippenstift aufzutragen. Dabei braucht sie ihre Lippen nicht größer zu machen, als sie natürlicherweise sind.
Die Wimpern sind zwar lang, fallen jedoch nicht besonders auf. Das ändert sie mit Wimperntusche, womit sie ihren Augen einen weiblicheren Touch gibt.
Mit Lidschatten vergrößert sie die dunkelbraunen Rehaugen, wodurch sie einen erotischen Blick bekommt.
Mit einer Pinzette zupft sie ihre dunklen Augenbrauen, bis sie schmal und passend geformt sind.
Mit einer Creme will sie kleine Unebenheiten und Rötungen auf der Gesichtshaut verdecken. Das ist bei ihr eigentlich nicht notwendig, dennoch trägt sie es auf um Augen und Nase.
Etwas Rouge betont die Wangenknochen zusätzlich.
Ihr Gesicht ist... wow!... eine richtige Augenweide. Doch etwas fehlt noch.
 
Das Bad ist hell erleuchtet von der Lampe über dem Spiegel an der Wand.
Dadurch kann sie alle Details gut erkennen.
Ihr nun noch hübscheres Gesicht ist umrahmt von 40 cm langen, dunkelbraunen, gepflegten Haaren, die sie für ihre Make Up Aktion zurückgebunden hat.
Eilig nimmt sie das Haarband herunter, sucht ein wenig in der hinter ihr stehenden weißen Kommode.
Sie sucht eigentlich eine Schere, findet stattdessen aber eine Haarschneidemaschine, die ihr Bruder anscheinend bei ihr vergessen hat, und schaltet diese ein.
Ohne Aufsatz setzt sie diese an ihrem Haaransatz an der Stirn, zieht hektisch ein paar Bahnen durch das dichte, lange Haar, bis nur noch hinter dem linken Ohr eine schmale 10cm lange Strähne übrig ist, und hält plötzlich inne.
Grinsend schaut sie sich ihre neue, mutige  Frisur an.
Fast überall ist ihre wundervolle dunkle Mähne kurzen unregelmäßigen Stoppeln gewichen, die  zu schwach sind, um die Kopfhaut zu bedecken.
Die Entscheidung, ihre langen Haare abzuschneiden, ist ihr ganz spontan eingefallen.
"Ich brauch keine langen Haare, um zu gefallen!" denkt sie selbstsicher und um diesen Gedanken zu unterstreichen, schaltet sie die Maschine wieder ein und fährt damit noch mehrmals über die Stoppeln.
Nur die Haarsträhne hinter dem Ohr lässt sie jedes mal aus.
 
Sie entdeckt eine Dose Rasierschaum und eine Packung MACH 3 Rasierer im Schrank neben der Kommode, das ihr Bruder ebenfalls bei seinem letzten Besuch vergessen hat.
"Welch glücklicher Zufall!" denkt sie und nutzt die Gelegenheit.
Sie sprüht sich etwas Rasierschaum in ihre rechte Hand und reibt es auf die Kopfhaut ein.
Selbst die Haarsträhne bleibt vom Schaum nicht verschont.
Mit einem der Rasierer zieht sie den Schaumteppich wieder ab und an der Stirn beginnend wird ihre Kopfhaut Schritt für Schritt wieder sichtbar und glatt rasiert.
Mit dem Rasierer geht sie mehrfach über die Haarsträhne hinter dem linken Ohr hinweg. Es gelingt jedoch nicht, diesen damit zu entfernen.
"Egal. Beim nächsten mal." denkt sie, spült den restlichen Schaum ab und lässt die Strähne einfach stehen, wie ein letzter, winziger Rest aus der Vergangenheit, dem noch eine Gnadenfrist gewährt wurde.
 
Nun betrachtet sie sich im Spiegel und hält das Foto daneben wie eine Vorher - Nachher Präsentation:
- auf dem Bild ein pummeliges Mädchen mit natürlichen, aber aufgedunsenem Gesicht und langen brünetten Haaren,
- im Spiegel das hübsche Gesicht der Gegenwart mit dem bordeauxrot geschminkten Lippen, den gezupften Augenbrauen und den, bis auf eine dünne Haarsträhne, glatt rasierten Kopf.
 
"Wow! Was für ein Unterschied! Das Make Up ist genial. Mein Gesicht kommt nun, ohne Haare, viel besser zur Geltung!" denkt sie selbstbewußt.
Sie beschließt, daß es kein Zurück mehr gibt zu der langweiligen grauen Maus von damals...

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