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Vielen Dank, Stefan, fuer deine Geschichte!


Jasmin Krüger

Autor, Stefan von Deutschland

 

Die folgende Geschichte wurde mir nicht erzählt, sondern habe ich geträumt. Es handelte um eine Frau, die in einem Video ein von ihr geschriebenes Lied sang. Sie sang wie ein Engel, sehr talentiert, und ich war der einzige Zuschauer.

Sie sang es nur für mich, also ob sie mir sagen wollte:

Dieses Lied ist für dich. Ich sing es dir vor. Schreibe den Text und die Melodie auf und suche dir eine Sängerin.

Nach dem Erwachen schrieb ich den Text sofort auf. Die Melodie ist dabei verloren gegangen, dennoch hab ich eine neue gefunden mit meiner Gitarre.

Dabei fiel mir die Geschichte ein, die sich im Traum um dieses Lied ereignete...


Sie spielte Gitarre, Keyboard, Mundharmonika und auch Mandoline, kurz gesagt:

Sie war eine Multiinstrumentalistin.

Ihre Stimme klang erotisch und sanft, worauf man, wenn man sie nur hört, einen blonden Engel vermuten würde.

Nun, blond war sie nicht und auch nicht blauäugig.

Sie hatte trotzdem das Gesicht eines Engels. Ihre großen braunen Rehaugen wirkten hypnotisierend.

Ihr ovalförmiges Gesicht mit den hohen Wangenknochen passte zu allem.

Selbst wenn sie ein Kartoffelsack trug, wirkte sie noch sexy.

Dazu einen sinnlichen Mund, der ihrem Gesicht noch eine gewisse erotische Ausstrahlung verlieh.

Sie trug schulterlanges brünettes Haar, meist  zu einem Zopf zusammengebunden oder hochgesteckt, was ihr einen gewissen Glamour gab.

Im Gegensatz dazu trug sie in ihrer kurzen, geraden und süßen Stuppsnase einen großen Ring (Nostril Piercing) im linken Nasenflügel, was so gar nicht zu ihrer Frisur passte.

Auf Rücken und Schultern hatte sie mehrere asiatische Tattoos.

Ihre Figur war zierlich und wohlgeformt, nicht zu dünn, aber auch nicht zu viel.

 

Wie gesagt:

Musik war ihr Leben.

Deshalb beschloss sie, sich für dieses Casting als "Best Pop Singer" zu bewerben.

Mit der Gitarre in der Hand richtete sie in ihrem Wohnzimmer die Videokamera auf einen für sich hingestellten Stuhl, stellte noch schnell Zoom und Beleuchtung ein, setzte sich auf den Stuhl und spielte los.

Sie hatte ein ganz besonderes Lied aus ihrem Repertoire ausgewählt: "My independence day"

Es war ein Song, von ihr selbst geschrieben über ihre eigene kleine Welt:

über Liebe, Beziehung und ihr Bestreben, nicht in der großen Masse mitzuschwimmen, sondern immer wieder eigene Wege zu gehen, unkonventionell, manchmal auch gegen den Strom. Sie trug dabei, ganz schlicht, ein weißes Damen T-Shirt und eine dunkle Jeans.

Als sie das Stück fertig gespielt hatte, stoppte sie die Kamera.

Sie nahm die Speicherkarte heraus und schaute sich das auf ihrem PC an.

"Ich weiß nicht. Sieht irgendwie langweilig aus. Aber was soll's. Ich schick das ein und dann wird sich zeigen, was daraus wird." war sie nur halb zufrieden, brannte davon eine DVD und schickte es an die auf der Anzeige angegebene Adresse...

 

Nach 2 Wochen bekam sie eine Antwort, worin sie ausdrücklich für ihr Engagement gelobt wurde.

Aufgrund der vielen Einsendungen jedoch musste eine Auswahl getroffen werden für ein Casting und sie war leider nicht dabei. Diese Nachricht traf sie, obwohl sonst so gelassen und die Ruhe selbst, wie ein schock.

Doch eine Jasmin Krüger ließ sich nicht unterkriegen. In ihr reifte ein Plan, um über ein spektakuläres Video doch noch den Sprung zu schaffen...

 

In einer Wohnung am Stadtrand von Hamburg, mit einem großem Bad voller cremefarbener Wandfließen und einem Fußboden im Schachbrettmuster, war ein übergroßer Spiegel an der Wand. Davor ein Waschbecken und über diesem ein Regal, so daß man einiges ablegen konnte. Ein Freund von Jasmin, Manfred, auch Manni genannt, baute gerade ein Stativ auf und schraubte darauf eine Kamera. Es war Jasmins Kamera, die, mit der sie ihr erstes Video aufgezeichnet hatte.

Er richtete es aus auf den Spiegel. Dazu legte er eine zweite Kamera bereit auf die Kommode, die dem Spiegel gegenüber stand.

"Bist du dir sicher, daß du das tun willst?" wollte Manni wissen, denn sie hatte ihn schon eingeweiht, was sie vorhatte.

"Vollkommen sicher! Ich zieh das durch." war sie fest entschlossen.

"Hast du den Text drauf? Du hast nur ein Versuch. Wenn was falsch läuft, dann passt es nicht, und wir können es nicht wiederholen." Manni war nicht gerade ein Optimist.

"Ich kann den Text. Vertraue mir einfach!" sagte sie und ihre Mimik verriet, daß sie von seinen Einwänden ziemlich genervt war.

Sie überzeugte sich noch mal von dem Aufbau, ob Manni auch alles richtig gemacht hatte.

"Es kann losgehen." sagte sie zufrieden und schaute in den Spiegel...

 

Das Video zu "My Independence Day" von Jasmin Krüger

 

"

Im Bild waren erst Wandfließen zu erkennen sowie ein übergroßer Spiegel.

Dann erschien eine junge Frau im Bild. Sie war hübsch, hatte brünettes schulterlanges Haar.

Sie schaute im Spiegel und wühlte mit ihren Händen in den Haaren.

Es setzte Musik ein. Ein paar Takte instrumental. Eine Westerngitarre erklang.

Die Frau begann zu singen:

 

"Did you ever ask me, if I love you?

Did you ever realized, that I love you?

Did you ever recognized, that I'm with you?

Did you ever wished, that I'm away?

 

So what kind of way do you want to go?

I'll do it on my own!

I'm a freaky girl, so what you gonna do?

I'll still do it on my own!"

 

Während sie die erste Strophe mit dem Übergang (...I'll still do it on my own!) sang begann sie, sich Makeup aufzutragen. Die Lippen waren vorher schon geschminkt.

Die Bilder kamen abwechselnd aus 2 Perspektiven.

Die Kamera auf dem Stativ zeigte das Spiegelbild der Frau, während eine zweite Kamera sie im richtigen Bild zeigte aus unterschiedlichen Blickrichtungen. Sie schien im Bad herumzuwandern.

Dann sang die Frau den Refrain, zu dem neben der Westerngitarre eine E Gitarre, ein Schlagzeug und ein Bass einsetzte, als Background Sound ertönte ein Keyboard:

 

"Starting today

it's my indipendence day

There is nothing left to say

you don't need to pray for me

Be sure that I'm free."

 

Während sie das machte, hob sie eine Haarschneidemaschine aus dem Regal unter dem Spiegel und schaltete es ein.

Der Sound der Maschine war nicht zu hören, nur die Musik.

Mit der anderen Hand hob sie die Haare an der Stirn.

Dann sang sie die zweite Strophe:

 

"Don't like barbie hair, it suits me?

Don't wanna be a mouse, you want me?

Don't wanna be a  good girl, wouldn't you agree?

Don't mind what they say, what about you?

 

Do you want to follow me on my way?

I'll do it allone.

In get no tolerance for a  freak like me

I'll still do it on my own!"

 

Bei den Worten "Don't like barbie hair" zog sie die Haarschneidemaschine von der Mitte der Stirn nach hingen durch. eine 5cm breite Schneise klaffte in ihrer wunderschönen brünetten Mähne.

In den Folgenden Sätzen vergrößerte sich die Schneise nach links, bis über dem Ohr nur noch ein Fingerbreit Haare übrig waren, was sie vorerst stehen ließ. Mit dieser absurden Haarpracht machte Kamera 2 eine Großaufnahme.

Ihre Augen verrieten, daß sie entschlossen war weiterzumachen.

Sie beließ die Haare über dem Ohr und machte auf der rechten Seite weiter.

Dabei sang sie den Übergang ("I still do it on my own!")

 

Jetzt sang sie wieder den Refrain:

 

"Starting today

it's my indipendence day

There is nothing left to say

you don't need to pray for me

Be sure that I'm free."

 

Mit einiger Verrenkung schaffte sie es, mit der Maschine bis zum Haaransatz am hinteren Kopf durchzustoßen bei dem Satz "Be sure that I'm free".

Kamera 2 machte in diesem Moment eine Großaufnahme von ihrem Hinterkopf.

Es war erstaunlich, wie sie es schaffte, sich ihre Haare abzuschneiden und dabei zu der Musik zu singen.

Dann kam die dritte Strophe:



" 'tis accepted to do all things, you wanna do?

'tis a fact I'm caged in prison, you want me to go?

'tis a dream of freedom, may I break out and go?

'tis a berlin wall around me, may I break it down?

 

Do you wanna break the limits like I do?

I'll do it anyway.

in get resistance on my forbidden way,

I'll still do it on my own!"

 

Bei den Worten "dream of freedom" befreite sie das linke Ohr von den übriggebliebenen Haaren, bei den Worten "I'll do it anyway" war das rechte Ohr befreit.

Jetzt war nur noch ein bisschen von den Haaren übrig, die sie während des Refrains beseitigte.

Den sang sie zum Schluss noch zwei mal, wobei sie die Maschine noch mal über die Kopfhaut fuhr, um auch wirklich alle Haare mitzubekommen.

Punktgenau mit Ende des letzten Wortes war sie fertig und ohne Haare.

Die Musik stoppte und es war still.

Die Kamera 2 machte noch einmal eine Portraitaufnahme der jungen Frau, die zufrieden lächelte. Sie strich mit der Hand über ihren kahlen Kopf.

"I did it!" sagte sie in die Kamera, dann wurde das Bild dunkel und das Video war zu Ende...

"

 

Jasmin wirkte  zufrieden. Kameraeinstellungen, die Musik und auch ihre Darstellung war einfach perfekt.

"Und stellst du das ins Internet?" wollte Manni wissen, der ihr dabei geholfen hat.

Er war auch der Kameramann für Kamera 2.

"Ja ich denke schon. Ab ins Netz damit!" stimmte sie zu.

Das Video war zu spektakulär, als dass man es der Alltemeinheit vorenthalten sollte.

Jasmin erhoffte sich dadurch viele "Klicks" im Internet.

In einschlägigen Videoplattformen wurde es hochgeladen.

Was sie sich erhoffte, trat tatsächlich ein!

Jeden Tag schaute sie hinein, um zu erfahren, wie viele Klicks ihr Video erreichte.

In einer Woche waren es schon Millionen!

Dieses Video lief auch bald über die großen Musiksender Viva und MTV.

Sie wurde ein aufsteigender Popstar, die noch eine große Zukunft vor sich hat...

 

 

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