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Haircutting Story: Alptraum (Deutsch)

Vielen Dank, Stefan aus Deutschland fuer deine Geschichte!

Alptraum

In ihrem Bad war es hell. Die Beleuchtung bestand aus Energiesparlampen an Decke und über den Spiegel. Weiße Fließen bedeckten die Wände, die nur durch eine blaue Bordüre unterbrochen wurden. Die beigefarbene Tür war verschlossen.
Sie stand dort und betrachtete sich im Spiegel.
Das hübsche Gesicht war eine Augenweide, symetrisch mit hohen Wangenknochen. Ihre großen Rehaugen waren braun, die gerade kurze Spuppsnase, in diesem Moment nicht mit einem Piercing verziert, den sie sonst üblicherweise trug.
Sie hatte einen Mund mit vollen Lippen und trug ein Lippenpiercing in der Unterlippe.
Ihr Haar war lang. Sehr lang, bis zur Hüfte. Meist trug sie es hochgesteckt oder zu einen Zopf, an den Seiten fixiert mit Haarspangen.

Trotz ihrer Schönheit war sie unzufrieden, weshalb sie etwas verändern wollte.
"Die Haare! Die kommen jetzt ab!" brachte sie es auf dem Punkt und öffnete eine Schublade in ihrer Kommode aus Kiefernholz. Dort befanden sich eine Schere, eine Bürste und eine Haarschneidemaschine. Sie hatte sich gut für ihre Veränderung vorbereitet.
Mit der Bürste bearbeitete sie ihr offenes langes Haar. Zuerst begann sie auf der linken Seite, dann rechts und schließlich hinten.
Die Bürste hakte manchmal während sie es durchzog, weshalb sie ab und zu ein verzerrtes Gesicht machte.
Ihr Freund Johny hatte sie immer angebettelt, die Haare wachsen zu lassen, was sie ihm zu Liebe auch tat, bis sie hüftlang waren.
Aber das sollte jetzt vorbei sein. Sie liebte Johny immer noch, doch jetzt wollte sie sich durchsetzen und sich nach ihren eigenen Vorstellungen umstylen.
Die Bürste flog auf dem Boden. Die brauchte sie nicht mehr.
Sie nahm die Schere und begann auf der linken Seite, ein paar Haarsträhnen abzuschneiden. Einen Augenblick hielt sie inne. Es war noch nicht viel zu sehen, denn das lange Haar verdeckte noch die soeben eingeschnittene Lücke.
Dann fuhr sie fort und nahm die nächsten Haare und schnitt sie ab.
Strähne für Strähne fielen auf dem Fußboden. Auf der linken Seite waren die Haare bereits kurz, meist 10mm, einige Strähnen noch länger.
Jetzt begann sie, vorn und oben alles zu zerschneiden, bis es dort ähnlich aussah.
Auf dem Fußboden lag ein Berg von Haaren. Mit der Schere ging es jetzt auf der rechten Seite weiter. Ihr Kopf wirkte mit der zerschnittenen Mähne ein wenig absurd, wobei ihr schönes Gesicht selbst in diesem Augenblick alles wett machte.
Jetzt kamen die Haare hinten dran. Schnipp Schnapp, und auch diese Haare waren ab.
Auf ihrem Kopf hatte sie nur noch kurze Haare, die unterschiedlich lang waren. Manchmal war ihre Kopfhaut zu sehen, an einigen Stellen waren noch Haarsträhnen über mehrere Zentimeter.
Die Schere warf sie auf den Boden denn die brauchte sie jetzt nicht mehr.
Mit der Haarschneidemaschine begann sie, ohne Aufsatz an der linken Seite alles herunter zu scheren, bis nur noch ein paar kurze Stoppeln übrig waren.
Das gleiche machte sie auf der anderen Seite. Ein schmaler Streifen Haare war übrig von oben bis nach hinten, cirka zwei Finger breit, unregelmäßig und an manchen Stellen unterbrochen.
Sie setzte die Maschine von hinten an und scherte alles ab. Dann führe sie die Maschine an die Stirn und zog sie durch den traurigen Rest ihrer einstigen prachtvollen Mähne.
Jetzt waren nur noch ein paar Stoppeln übrig.
Auf der Kommode waren noch ein Set Nassrasierer und Rasierschaum, den sie noch gekauft hatte. Sie sprühte etwas Rasierschaum in ihre Hand und verteilte ihn langsam auf ihren Kopf, bis die Stoppeln unter einem weißen Schaumteppich verschwunden waren.
Jetzt zog sie den Rasierer in Bahnen über ihren Kopf. Sie musste an manchen Stellen mehrmals durchziehen, weil nicht alle Stoppeln verschwunden waren.
Ein zweites mal verteilte sie Rasierschaum auf dem Kopf, weil die erste Rasur nicht gründlich genug war.
Danach war ihr Kopf völlig kahl.
Ihre Kopfhaut hatte dabei eine etwas hellere Farbe als im Gesicht, weil sie keine Sonne bekommen hatte durch die ehemals langen Haare.
Mit einem Handtuch wischte sie den Restschaum fort bis alles sauber war.
Dann betrachtete sie sich im Spiegel. Sie sah selbst kahl gut aus durch ihr hübsches Gesicht, zu dessen ovaler Form einfach alles passte.
Die Grimassen, die sie zog, brachten sie zum lachen. Dabei zog sie ihr ohnehin mit vollen Lippen ausgestatteter Mund und schmollte. Ein wenig zog ihr Lippenpiercing dabei, aber das störte sie nicht, weil sie es schon gewohnt war.
Sie war zufrieden mit ihrem neuen Look.
"Sieht doch viel besser aus!" stellte sie fest und lächelte zufrieden.
Ein Blick auf die Uhr zeigte ihr, daß es schon spät geworden war. Denn sie hatte sich für die neue Haarfrisur entschieden, als sie eigentlich schon zu Bett gehen wollte. Am nächsten Morgen sollte sie früh aufstehen, wegen der Schule, wo sie im Moment im Stress war, weil die Abiturprüfung kurz bevor stand.
Sie putze sich im Bad ausgiebig ihre makellos weißen Zähne und ging ins Bett, ohne zu wissen, was für ein Alptraum sie in der Nacht erwarten sollte...

Der Traum (Aus ihrer eigenen Erzählung...)

"Ich erwachte morgens in Erinnerung daran, daß ich mir am Abend zuvor die Haare abgeschnitten hatte. Mit der Hand fühlte ich auf meinem Kopf und stellte fest, daß meine Haare plötzlich wieder lang waren. Ich schaute in den Spiegel und sah, daß meine Haare genau so aussahen wie immer. Ich schaute auf die Uhr und hatte noch etwas Zeit, daß ich sie erneut wieder abschneiden konnte, denn so wollte ich auf keinen Fall zur Schule gehen. Mit der Haarschneidemaschine begann ich von der Stirn die ersten Haare abzuschneiden, bis oben nur noch ein paar schwache Stoppeln da waren. Dann schor ich die Haare beiderseits an den Schläfen ab. Jetzt hatte ich einen Haarkranz mit langen Haaren (hihi), die bis zu den Hüften reichten. Ich hob die Haare an der linken Seite an und führe die Maschine von unten gegen, bis das Ohr frei war. Um hinter dem Ohr die Haar abzuschneiden, zog ich es mit der linken Hand ein wenig nach vorn, so daß ich die Maschine daran vorbeiführen konnte. Ich verlor keine Zeit, die Haare hinten und auf der rechten Seite abzuschneiden. Zeit war noch genug, um diese Stoppeln zu entfernen, was ich mit dem Nassrasierer tat. Endlich war ich diese Haare wieder los! Noch schnell unter die Dusche und los zur Schule. Schon im Bus wurde ich dauernd angeschaut. Naja, ich sah halt jetzt anders aus. Im Klassenraum angekommen, sprach mich einer an. -Du hast dir ja die Haare kurz geschnitten!- Wieso kurz? Ich hatte sie komplett abrasiert! dachte ich. Aber sie waren schon wieder nachgewachsen. Nach der 7/8. Stunde waren sie schon wieder schulterlang. Als ich zu hause angekommen war, schnitt ich mit der Haarschneidemaschine sofort wieder alles ab. Mit dem Nassrasierer bearbeitete ich die verbliebenen Stoppeln 3 bis 4 mal, um auch wirklich völlig kahl zu sein. Es dauerte diesmal eine Weile, doch verspürte ich abends ein paar Stoppeln, die ich nochmals mit dem Nassrasierer entfernte.
Am nächsten morgen war die hüftlange Mähne wieder da. Ich schnitt sie gleich sofort wieder ab und rasierte meinen Kopf völlig kahl. Ich verstand nicht, warum diese Haare derart schnell wuchsen, denn ich wollte sie ja nicht wieder zurück. Ich musste in der Folgezeit 2 mal täglich meinen Kopf kahlscheren. Ich versuchte es mit Haarentfernungscreme, um einen dauerhafteren Effekt zu bekommen, jedoch ohne Erfolg. Schließlich ging ich dazu über, 3 mal täglich den Kopf zu rasieren: Morgens, Nachmittags nach der Schule und Abends vor dem zu Bett gehen. Jedes mal musste ich mich mit der Maschine durch eine dichte Mähne kämpfen, denn die Haare waren bis zur Hüfte nachgewachsen, wo sie dann allerdings immer wieder stoppten. Die anderen wunderten sich, warum ich manchmal mit langen Haaren, manchmal mit kurzen und manchmal sogar kahl in die Schule kam. Ich machte gar nicht erst den Versuch, es zu erklären, denn ich wusste selber nicht, warum meine Haare so schnell wuchsen. Jedenfalls schnitt ich jedes mal wieder alles ab..."

Als sie am nächsten Morgen aufwachte, fühlte sie sich mit der Hand auf dem Kopf, um sich zu vergewissern, daß ihre lange Mähne nicht wieder nachgewachsen war.
Als sie ihre Kopfhaut fühlte, war sie beruhigt.
Im Bad vor dem Spiegel betrachte sie ihren neuen Look.
Bevor sie sich die Zähne putze, ließ sie Wasser ins Waschbecken, holte Rasierschaum und Nassrasierer und rasierte ihren Kopf.

Posted via LiveJournal.app.

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